DANIS GESCHICHTE
Für meinen Sohn, damit er es weiß
(Bekenntnis eines fürsorglichen Vaters eines Kindes mit zerebraler Paralyse)


Diese Geschichte ist nicht NUR eine von so vielen bereits „erzählten“ Geschichten über die physischen und anderen Aspekten sowie Konsequenzen mangelnder Fürsorglichkeit, sondern auch eine „Ode“ an die Unsachlichkeit und fehlende Fachkompetenz eines Teils jener, die den hippokratischen Eid abgelegt und den heutigen Zustand unseres Danis und sonstiger solcher Fälle verursacht haben.

Mit dieser Geschichte möchten wir all jenen guten Seelen Dank aussprechen, die uns Glauben geschenkt haben, der Familie Kadić, all ihren einzelnen Mitgliedern: Sohn Danis, Mutter Lara und Vater Hamet, unter anderem deshalb, weil sie nicht erachtet haben, dass Danis ein „Fehlprojekt“ sei.

Liebe Eltern, besonders die frisch gebackenen, die es gibt und IMMER geben wird!!!
Ferner wird es all jene geben, die Ihnen sagen werden, dass Ihr Kind „vollkommen in Ordnung“ sei und sie „außerordentliche Experten“ sind und es KEINEN (!?) Bedarf gibt, dass Sie „andere Ärzte“ aufsuchen sollen. Es wird auch „jene“ geben, die Ihnen sagen werden, dass Ihr Kind ein „Fehlprojekt“ sei und an Maschinen angeschlossen sterben wird (Gott behüte, dass Sie so etwas erleben), dass es nicht einmal in der Lage sein wird, den Löffel in die Hand nehmen zu können; dass Sie „an einem anderen Kind arbeiten“ sollten (was wahrscheinlich im übertragenen Sinn bedeuten sollte, dass wir „diesen“ in den Mülleimer werfen sollten) bis hin zu: „Was machen die dort!? Zerstören unsere Nation, degenerieren unser Volk und senden uns kaputte Kinder! Ah, ja, Ihrem Kind kann ich jetzt NICHT HELFEN (!?); es ist zu spät... Es wird nie krabbeln, sitzen, gehen...normal leben können. Es wird auch jene geben, die sagen werden: “Ja, das ist nicht gut. Gehen Sie weiter, suchen Sie, aber sagen Sie nicht, dass Sie das von mir gehört haben. Wissen Sie, das sind meine älteren Kollegen und deshalb wäre es nicht von Vorteil. Ich könnte Probleme haben...“.
Dass dies jene sind, die zuerst die Menschheit lieben sollten und dann erst ihren Beruf (der wahrlich schwer, verantwortungsvoll, anspruchsvoll etc. ist) als „Mittel zur Erlangung bestimmter finanzieller Vorteile“ zu verstehen...

Und ich sage Ihnen nur kurz: Glauben Sie an Ihr Kind, vertrauen Sie sich und Ihrem Herzen. Glauben Sie an Übung und Disziplin! Und suchen Sie! Geben Sie nicht auf! Wenn „der Richtige“ kommt, der Ihr Kind voranbringt, Ihnen den Glauben zurückgibt, dann werden Sie DAS spüren, was wir vor 2 Jahren in der Poliklinik „Polovina“ gespürt haben.

Seien Sie dann bereit, sich ALLEM zu entsagen: Ihrem Privatleben, Ihren Freunden, Ihrer Familie, abendlichen Ausgängen, Einkäufen und Luxusshops, romantischen Abendessen, Fernsehen und Fußball „zu einem leichten Bier.“ Ja, vielleicht wird Ihnen wie uns (Gott behüte!) gesagt werden: „Sie haben MINUS EIN PROZENT Chance, dass Ihr Kind in ca. 10 Jahren in irgendwelcher Art und Weise stehen wird können, aber Sie müssen wissen, dass dies das beste sein wird, dass er können wird.“ UND IN DIESEM MOMENT WIRD IHNEN DIE GANZE WELT GEHÖREN...

Und dann, nach langen, sehr langen Stunden anstrengenden Übens, Schwitzen, Entsagungen, Ihrer Tränen in der Nacht, wenn niemand sie sieht, wenn alle schön und friedlich schlafen, malen Sie sich dann Ihren unausgelebten Traum aus...DANN wird auf einmal SCHÖNHEIT aufblitzen - sie werden ein Kind haben, das Ihnen „25 Stunden“ täglich in den Händen sein wird. Jede Sekunde werden Sie seinen Geruch riechen, seinen Atem spüren, kein einziger Moment seines Lebens wird an Ihnen vorbeigehen....und Sie werden ein Kind haben, das FORTSCHRITTE macht, jeden Tag immer mehr und immer besser wird, das Sie auf seine unschuldige, ehrliche, kindliche Weise GRENZENLOS LIEBT sowie das Sie GRENZENLOS LIEBEN und dann wird die gesamte Welt Ihnen GEHÖREN!!!...

Unser Sohn Danis, diesem, wie Prof. Polovina sagt, „emotionell warmen, wissbegierigen Kind...,“ dem „kleinen, großen Kämpfer“, wie die hiesigen Medien ihn genannt haben, ist jetzt dreieinhalb Jahre alt.

Bis zu seinem vollendeten sechsten Lebensmonat wurde er von „seinem“ Neonatologen in dem Kantonkrankenhaus „gesundes Kind geführt, dessen Beckenknochen nur ein bisschen Übung bedürfen.“ Zu Beginn des siebten Monats bemerkten wir, dass unser Sohn gewisse, etwas unübliche und spezifische Bewegungen und Griffe macht, z.B. wenn Danis einen Gegenstand nahm, man es ihm nicht wegen seines „festen Griffs“ wegnehmen konnte. Die Familie freute sich und sagte, dass er nach „seinem Vater, dem Karateka geraten“ ist. Seine Füßchen wurden hin und wieder steif, auch nach Meinung uns „Nichtfachmänner“. Da Danis unser erstes Kind ist, haben wir das Einziehen der Fußsohlen kaum bemerkt und, dass er seinen Daumen an beiden Fäusten zeitweise „einzog“, schenkten wir keine Beachtung. Als wir dem Neonatologen unsere Beobachtungen über die Veränderungen mitteilten, wurde uns erklärt, dass „dies nichts sei; wir müssten lediglich ein wenig Beckenübungen machen, ihm ein paar Vitaminchen geben, ein wenig in die Ambulanz gehen und Übungen in der physiatrischen Abteilung machen, wo es KEINEN Physiater für Kinder gibt, was wir auch jeden Morgen ca. 1-2 Monate lang gemacht haben und das alles würde ausreichen.“ Danach hat Danis „ein paar Vitamincocktails (Injektionen)“ erhalten, worüber die Schwestern in der „Kinderklinik“ erschreckt waren, weil sie es nicht glauben konnten, dass Babys so etwas erhalten dürfen usw.

Jedoch waren wir BEHARRLICH. Sie müssen HARTNÄCKIG und LANGWEILIG sein.

Mein Bruder hat bemerkt, dass „das“ bei Danis „nicht gerade üblich ist“ (er hat zwei Töchter und natürlich Erfahrung bezüglich „Kinderproblematik“) und wir „ein wenig im Internet surfen sollten“, worauf unsere Welt zusammengebrochen ist. Laut Schreiben der Forenteilnehmer, die sich mit der Problematik von kranken Kindern befassen, konnten wir erahnen, dass mit Danis „etwas SEHR Hässliches vor sich geht,“ und zwar im Gehirn. Da Danis bereits damals im neunten Lebensmonat war und in den Foren gesagt wurde, dass das bereits eine „sehr verspätete“ Phase für eine rechtzeitige und erfolgreiche Heilung dieser Art war, haben wir dringend eine MRT von Danis´ Gehirn in dem Klinikzentrum der Universität in Sarajevo gefordert, was wir schwer, aber nur wir wissen wie, zu absolvieren geschafft haben. Auf eine Gehirn-MRT wartet man nämlich ein paar Monate. Nur freitags werden kranke Kinder aus dem ganzen Land aufgenommen!

Nach der Bewertung der MRT-Aufnahme von Danis Gehirn haben sich unsere Ängste, Befürchtungen und schwarze Gedanken als begründet erwiesen. „Mündlich“ wurde uns „mitgeteilt“ (den Befund und die gesamte Begleitdokumentation haben wir in schriftlicher Form erhalten), dass es sich bei Danis höchstwahrscheinlich um „ein Problem, das durch menschliches Versagen“ während der Geburt und in der Phase nach der Geburt verursacht wurde handelt und durch unsachliche und inadäquate ärztliche Leitung entstanden ist (was, nach den Worten des Arztes höchstwahrscheinlich nach einer MRT nach ca. 8-9 Monaten bestätigt werden kann). Um es kurz zu machen, bei Danis wurden Veränderungen „beidseits periventrikulär festgestellt, die posthypoxischen Veränderungen entsprechen könnten, aber es kann ebenfalls nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um eine anfängliche Leukodystrophie handelt.“ Mündlich wurde uns mitgeteilt, „dass diese andere Qualifikation nur deswegen eingeführt wurde, um uns „“eine Stütze zu bieten“, auch eine zweite MRT-Aufnahme des Gehirns zu machen; natürlich auch um sich selbst zu decken, wie ich jetzt im Nachhinein feststellen kann. Uns „Dilettanten“ wurde uns auf gut Deutsch gesagt, dass unser Sohn wegen einer kurzen Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr einen Gehirnschaden erlitten hat. Dort befinden sich kleine, tote, amorphe Massen – Gehirnwunden, die weder geheilt noch verbessert werden können.“ Wortwörtlich wurde uns gesagt, dass das Gehirn unseres Sohnes, und ich zitiere: „Löcher wie ein Travniker Käse hat“ und man „nur ein wenig üben kann, um ihm die Tage zu erleichtern.“ Ferner fragten sie uns, warum wir erst zu jenem Zeitpunkt gekommen und wir zu spät dran seien. 

Was HATTEN wir? Plump gesagt, ein Baby, das bereits ca. 12 Monate alt ist, das sich nicht umdreht und nicht nach einem ordentlichen Schema krabbeln kann. Einen Sohn, dessen Händchen und Füßchen sich bereits nach außen zu drehen und hin und wieder zu verkrampfen begannen: ein Kind mit einem Fehler, das mit fast einem Jahr nicht sitzen kann und nicht darf sowie eine sehr ausgeprägte Kyphose („Verkrümmung“) der unteren Wirbelsäule hat, einen Sohn, der in Momenten der Aufregung sich „in Form einer Banane krümmt.“ Wenn man seinen Kopf nach unten biegt, gehen seine Füße nach „oben“, hält er seine Daumen konstant nach innen, in eine geschlossene und geballte Faust. Danis konnte nicht auf den Ellenbögen liegen, weil er sofort unkontrolliert und mit dem Kopf auf den Boden gefallen ist...er hatte keine Abwehrreaktion....

In der Fachsprache der Ärzte ausgedrückt (am Anfang wird es ihnen schwer sein, sich in den vielen Arztausdrücken zurechtzufinden):

„...Danis K. ist 11,5 Monate alt. Die spontane Motorik ist im Vergleich zum Alter spärlich. Nach  Meinung der Mutter rotiert er sich vom Rücken auf den Bauch häufiger von der rechten Seite aus. Bei dem nach Vojta modifizierten Traktionsversuch begleitet der Kopf den Brustkorb. Wenn man ihn in Sitzposition bringt, kann er nicht selbständig sitzen und die Kyphose der Wirbelsäule kommt zum Vorschein. Die vordere Verteidigungsreaktion wird erst formiert. Die seitlichen sind nicht formiert. Die axiale Hypotonie ist evident. Beim horizontalen Collis formiert sich die Stütze auf die Hände mit größeren Abweichungen in den unteren Extremitäten. Evident sind die Abweichungen bei dem Vojta-Reflex. Bei dem axialen hängenden Versuch kreuzt er die unteren Extremitäten, eine Hyperextension mit verstärkten Reflexen des myotatischen Typus etc. Th.: Es ist unumgänglich, die Habilitationsbehandlung nach dem Bobath-Konzept zu intensivieren. Es ist unumgänglich, die Habilitation nach der Vojta-Methode zu beginnen, weshalb es notwendig ist, die Mutter (warum auch nicht den Vater?!) dafür auszubilden...“

So begannen wir mit der Habilitation – GANZE fünf Ausbildungstage! Schlussendlich wurde uns gesagt, dass „Danis NIEMALS SELBSTÄNDIG auf seinen Füßen stehen wird, jedoch höchstwahrscheinlich krabbeln, selbständig essen und schreiben wird.“ Das dient nur dazu, seine Lebensqualität ?! seines zerstörten Lebens zu verbessern, ihm es etwas zu erleichtern. Wie lange, dass weiß niemand – wahrscheinlich nicht lange...“

Wir übten und konnten es nicht glauben. Wir hatten Behandlungen in der Physiatrie und konnten es wieder nicht glauben, dass im Computerzeitalter, im Zeitalter der Chips, des genetischen Engineering etc. es keine Rettung für unseren Sohn geben sollte. Wir suchten im Internet, gingen die medizinische Fachliteratur der Mittelschulen und Universitäten durch, kauften CDs von National Geographic über das Funktionieren des menschlichen Körpers, vor allem des Gehirns und der Motorik, suchten in  Methodologien, Trainingsprogrammen und Techniken verschiedener Sportarten bezüglich der Verbesserung von Danis´ Motorik, suchten in Psychologie und Methodik, besonders unseres mentalen Zustandes, schnitten Zeitungsartikel aus, konsumierten Vitamingetränke mit Honig und Omega-Fettsäuren, fragten überall um Rat, beteten zu Gott und erhielten noch immer NICHT Danis´ Diagnose. „Das werden Sie nach dem fünften Lebensjahr erfahren, wenn die Entwicklungsperiode beendet wird,“ wie uns gesagt wurde „in einer der Institutionen.“

Und siehe da, bei einem fast zufälligen Treffen auf der Straße in unserer Stadt im Jahre 2007 empfahl uns eine hervorragende Pädiaterin Dr. Ljilja Šestić wärmstens (und mit „unbeschränkter“ Garantie)„ihre liebe Professorin aus Zagreb Prof. Dr. sc. Milena Stojčević-Polovina. “Wenn die Professorin Ihren Sohn nicht zu einem selbständigen Leben befähigt, glauben Sie mir, dass das dann kaum jemand schaffen wird...“ Wir erkundigten uns „über die Professorin“ in Foren, in der Fachliteratur, bei Freunden, Ärzten - Dr. Karabeg und Dr. Buljina in den USA, bei Dr. E. Gasal-Gvozdenović - und sie alle sagten  uns, dass wenn sie, Gott behüte, in derselben Situation wären,  „einzig der Professorin ihr Kind anvertrauen würden. Eine Heilung in den USA, Laibach oder Zypern ist da völlig unnötig.“

JA – in demselben Zeitpunkt verloren wir keine Sekunde und am 21.06.2007 nahmen wir Kontakt mit Professorin Polovina in Zagreb auf. Später stellt wir fest und erkannten, dass die hervorragende Spezialistin für physikalische Medizin und Rehabilitation und wissenschaftliche Beraterin aus der Straße Kosirnikova ulica in Zagreb, das „erste Scannen“ von Danis´ Zustand gemacht hat. Stellen Sie sich vor: eine GANZTÄGIGE Untersuchung!? Bei uns, „im Zentrum des gebirgigen Balkan,“ dauert diese „Handlung“ 5 Minuten. Eine Beobachtung, Verfolgung und Wahrnehmung von Danis´ Bewegungen, „symbolischer“ Versuche, Verhalten, Danis´ Motivation zu zeigen, was er weiß. Ferner wurden wir, die Eltern, beobachtet und unsere Übungen und unsere Kontaktherstellung mit dem Kleinen wurde analysiert. Sie hat uns ihre „Methodologie“ erläutert. Was uns damals (und auch jetzt) frappant, unwahrscheinlich erschien: sie sagte uns, dass wenn wir es möchten, sofort eine Diagnose von Danis´Zustand erhalten können, und „nicht erst in irgendwelchen 5 (kantonalen) Jahren!“

Di.: Zerebrale Bewegungsstörung (tetrap. Behandlung mehr an den unteren Extremitäten)

Es kann keine Rede von Leukodystrophie, Tuberosa, sie wissen schon – Absterben der Gehirnzellen oder (Gott behüte!) - Genetik...Chromosomen sein!

Empfehlung: Rehabilitationsbehandlung ist UNBEDINGT notwendig. Mündlich: nur üben und üben (natürlich, die Methodologie der Professorin, ihre  Vorgangsweise, ihre Art und ihr Team: ein wahres,  fachmännisches, freundliches Team. „Alle“ haben immer ein Lächeln im Gesicht, sind freundlich, sogar „wenn sie nicht mehr können.“ Ein Nescafé oder ein „Türkischer“, je nach Wunsch, sind bei ihnen ein Muss; für den Nachwuchs ein Fruchtsaft, Karamellbonbons oder...) und wieder Übungen...ERFOLG!? GARANTIERT – in bestimmter Form und Gestalt, unter Berücksichtigung aller vorher angeführten Prinzipien, und natürlich (mögliche!?) PROBLEME. JA, aber nicht bei dem Kind, nicht bei der Mutter, sondern wahrscheinlich dem Vater als „schwächstem Glied“, falls er es „aushaltet“, wird unsere Zusammenarbeit zu Ende geführt werden.“ WANN?! In 4, 5, 7 Jahren, aber vielleicht auch früher...

Daher - DAS ist ES! Wir gaben unser Wort, versprachen es und sind „gestartet“ - voll Gas, wie ein aufsteigendes Flugzeug – bis zum Ende!!!

Und ich werde Ihnen nicht über die „Techniken“, Übungen und Methoden erzählen. Das werden Sie in Kosirnikova ulica, vis-a-vis den “Barmherzigen Schwestern“, „erhalten.“ Dort befindet sich ein harmonisches Team, das hervorragend funktioniert. „Die Leiterin“ ist „eine gute Seele“, die all unsere „ruinierten“ Kinder, unsere Töchter und Söhne liebt. Außerdem ist sie eine Professorin, eine Wissenschaftlerin und Mutter, eine sorgsame „Großmutter ihrer Enkeln“, ein großartiger Fachmann, manchmal auch streng. Wir GARANTIEREN Ihnen das. Unser Danis, ein Kind mit zerebraler Paralyse, der nach mehr als 2,5 Jahren Übung nach einem ordentlichen Muster GEKRABBELT ist, ein Junge, den die Mehrheit „abgeschrieben“ hat, garantiert Ihnen das....

SIE MÜSSEN bei sich einen Trainingsprozess „ein- und ausbauen.“ Für das Kind ist es leicht, es ist eine „Tabula rasa“- ein unbeschriebenes Blatt und es wird alles akzeptieren wie sie es „programmieren“, es ihm beibringen. Falsch – falsch, richtig - richtig, aber behalten Sie immer im Sinne, dass „alles in der Natur nach dem Chaos, nach dem Falschen strebt“ und deshalb MÜSSEN Sie „hier sein“, sowohl physisch als auch mental, mit dem Ziel, wo es irgendwie „ irgendwo“ HOCH im „Zenit“ geschrieben ist, damit sie es mindestens nach einem halben oder einem Jahr nicht erreichen werden, weil sie keinen „Fortschritt“ sehen werden, er ist aber der SCHLÜSSEL, Ihr „Motor“, Ihr „Beweggrund“, Ihr „Brennstoff.“ Und wenn es Ihnen am schlimmsten geht, wenn Sie nicht mehr leben wollen – Sie und auch Ihr Lebenspartner, dann  finden Sie Kraft „in sich selbst“ und üben und üben Sie bis zum Exzess – erinnern Sie sich an Ihr Kind, seine (garantiert sichere) Zukunft, Freunde, die auf Sie aufpassen, an Wohltäter, die Ihnen helfen, weil Sie an sich und Ihr Kind, andere kranke Kinder, glauben!!! Und seid euch darüber im Klaren, dass sie „DAS“ nicht ALLEINE schaffen können – gehen sie raus, reden Sie, erleichtern Sie Ihre Seele, suchen Sie „ähnliche“ Erfahrungen. Entnehmen Sie „das“, was Sie „aufbauen“ wird, wenigstens ein Körnchen Gutes, Stimulierendes (und nicht was Sie in die „Tiefe“ reißen wird, denn in der Tiefe befinden sich schon längst, nicht durch Ihren Willen und Ihre Schuld- man muss sich da „rausziehen“). Vergessen Sie Selbstmitleid! Schweigen Sie, es gibt, Gott behüte, Schlimmeres....

Lachen Sie und reißen Sie Witze, weil Ihr Kind „spürt alles“, versteht, wie seltsam und unbegreiflich auch immer das Ihnen erscheinen mag.  Stellen Sie sich vor, es liegt 25 Stunden täglich in Ihren Händen. Es wird Sie durch bloße Berührung, Gedanken, Bewegungen und Gerüche verstehen:

„Papa, warum bist du traurig?“ “Warum, mein Sohn Danis?“ “Tjaaaa, Papa, du hast etwas DUNKLES zwischen den Augen“. „Stellen Sie sich vor, ein unschuldiges Kind, ein Kind von nicht ganz zweieinhalb Jahren??? Und alles wird es sich merken...kopieren....

Ein TRAININGSPROGRAMM muss existieren: ihn müssen Sie erstellen. Wie?! Finden Sie Ihr System, Ihre Motivation, Inspiration, aber es muss eine „Konstante“ sein, jeden Tag, jede Woche, auch in Gedanken, wenn Sie bügeln, das Mittagessen zubereiten, essen. Suchen Sie nach Lösungen, nach einer besseren Motivation für ihn und sich. Falls es notwendig ist; legen Sie sich mit dem Kind auf den Boden, machen Sie Liegestütze, dehnen Sie die Wirbelsäule: zeigen Sie ihm wie man das RICHTIG macht, vergessen Sie auf die Zeit, Distanz, Scham vor anderen Leuten – und lächeln Sie immer.

Wenn das Kind Milch trinkt, wenn es lacht und fern sieht, muss es mit den Fingerchen, leicht mit den Sohlen, Hüftgelenken und Oberschenkeln üben und üben. „Dehne dich aus – zieh dich zusammen,“ heißt es im Auto, auf dem Weg nach Zagreb, während wir zur Poliklinik gehen. „Zehen, mein Sohn!“ „Pass auf, streck den Daumen aus!“ „Dehne den Rücken!“. Das alles muss man schön, ruhig und mit Hochwürdigung sagen, weil auch er, „der Kleine“ eine Seele, einen Stolz hat. Wenn es irgendjemand verdient, dann sind das „diese kleinen Geschöpfe“, die durch nichts das Schicksal, das sie getroffen hat, verdient haben. Erlauben SIE zumindest ihm das Leben, kreieren Sie es ihm so, dass es ihm angenehm ist, weil es bereits JETZT schwer ist, ohne Kindheit, ohne Spiele mit „Freunden und Bekannten“, sondern nur Übung und Disziplin, ein wenig Erholung. Sie sind kleine Helden mit einem großen Herz.

Beschreiben und zeichnen Sie JEDEN „Fortschritt“, jede Bewegung und Beobachtung. Jedes Zwinkern des Kindes, sei es positiv, gut oder negativ, schlecht. Beharren Sie BESONDERS auf dem Schlechten, weil Sie das GUTE nicht brauchen, das ist von sich aus in Ordnung. Sie müssen das „Schlechte“ verbessern und dann ist das ein Fortschritt, ein leichter aufsteigender Weg: „Schritt für Schritt.“ Hier verändert sich nichts über Nacht. Keine großen Sprünge entstehen hier. Suchen Sie Schönheit in kleinen Fortschritten. SCHREIBEN, DOKUMENTIEREN Sie, fertigen Sie Kartotheken aus, füllen Sie Register, Fotoalben aus, machen Sie Videoaufzeichnungen! Nur so werden Sie Fortschritte sehen, sich selbst zu helfen, sich „hineinknien“ und nicht den Geist aufgeben. Auch wenn es Ihnen schlecht geht, und solche Momente, Stunden und Tage wird es auch geben – das garantiere ich Ihnen!

MULTIPLIZIEREN SIE! Sie müssen real sein, sie müssen Physiotherapeut, Schüler, Lehrer und bester Freund , Elternteil, manchmal auch ein strenger sein, wenn es UNUMGÄNGLICH ist, aber mit Dosis, denn den größten Fehler werden Sie machen, wenn Sie ihn als „Kranken“ ansehen und ihm nachgeben.

Zenica-Zagreb täglich-wöchentlich, dann zwei Mal monatlich und jetzt jeden Monat bis alle eineinhalb Monate. Natürlich wegen Danis´ phantastischen Fortschritts. 

In der ophtalmologischen Poliklinik „SVETI VID“ in Belgrad (wo Prof. Autrate aus der Schweiz und dem Personal der Poliklinik, angeführt von Dr. M. Dragović, Danis mit außerordentlichem Erfolg und korrekten Verhältnis ophtalmologische Eingriffe zur Entfernung von Strabismus gemacht hat und Probleme mit der Kurzsichtigkeit gelöst wurden) sowie in der Spezialklinik „BEL MEDIC“ wurde uns gesagt, dass es ein UNWAHRSCHEINLICHER Erfolg ist, wenn ein Kind im Alter von 3,5 Jahren, das an zerebraler Paralyse leidet, nach dem ordentlichen Muster krabbelt!? Sie haben auch erwähnt, dass sie die VMA (Militärmedizinische Akademie) haben, die eine hervorragende medizinische Institution ist, außerdem das VOJTA INSTITUT in Novi Sad, Serbien, aber es ihrem Wissen nach niemand geschafft hat, das zu erreichen. 

Am 28.05.2008 hat Dr. E.G. (Kantonkrankenhaus in Zenica, Bosnien und Herzegowina), als Danis 2 Jahre alt wurde Folgendes konstatiert. Ich zitiere: „Auch weiterhin ordentliche Habilitation bei  Prof. Polovina in Zagreb. Bedeutende Fortschritte bei der motorischen Entwicklung. In der Anlage befinden sich Labor- und andere Befunde, die nach detaillierten neurometabolischen und genetischen Tests in Italien durchgeführt wurden (ja, Danis hatte auch Untersuchungen in Fiorenzuola d'Arda, Bologna und Torino). Er benützt beide Fäuste mit einem radiopalmaren Handgelenk; er hat die Rotation in den Griff bekommen; bei den unteren Extremitäten ist ein bedeutender Fortschritt zu bemerken, rechts weniger, nur hin und wieder kreuzt er die Beine. Objektiv gesehen: er spielt, kommuniziert, versteht alles, ist kommunikativ, emotional warm - EVIDENTE VERBESSERUNGEN, die Resultate täglicher Übungen unter erfolgreicher Führung der Spezialistin für physikalische Medizin und Rehabilitation Prof. Dr. sc. M. S. Polovina aus Zagreb sind...“ 

Dann wieder erneut 6-7 Stunden täglich Übungen...

Als Danis zweieinhalb Jahre alt war, waren seine Verteidigungsreaktionen bereits formiert, die seitlichen eingeschlossen. Die spontane Motorik hat sich sehr verbessert, ebenso auch die Abduktion der Hüften. Bereits damals hat sich Danis in der Pronation auf die Ellenbögen und die ausgestreckten Hände gestützt und sich auf eine sehr korrekte und richtige Weise auf den oberen Rumpf hochgehoben. Bei dem axillaren hängenden Test hat er die unteren Extremitäten nicht mehr gekreuzigt. NIE! 

Nun besuchten wir Zagreb alle 20 Tage und es kam auch der Tag, am 02.12.2008, als wir in Zagreb bei der Professorin unter Anwesenheit ihrer stets lächelnder Mitarbeiter waren. Danis hat heute seine ERSTE „Frauenliegestütze“ (mein verbale Kreation) gemacht, was bereits ein sicherer Indikator für den Fortschritt Danis´ und ein Zeichen war, dass er gehen werden wird. Jetzt wird das bereits in einer kürzeren Frist sein, in seinem 6.-7. Lebensjahr.

Zu jener Zeit haben wir auf Vorschlag der Professorin einen Beschluss gefasst, dass wir (nicht „vielleicht,“ sondern haben unsere „feste“ Zusicherung gegeben) daran „arbeiten“ werden, dass Danis nach dem ordentlichen Muster, in richtiger Form gehen wird. Jetzt werden „doppelt“ so viele Übungen, Disziplin und Anstrengungen erfordert. Das deshalb, weil der Erfolg evident ist und er auf jeden Fall in einer „gewissen“ Form gehen wird können. Warum sollten wir nicht zusätzliche Anstrengungen unternehmen, damit sein Gang korrekt, richtig, und zwar richtig in dem Maße, dass die Personen, die Danis´ „Lebensgeschichte“ nicht kennen sowie „keine Kämpfe,“ die Danis „geführt“ hat bemerken, oder zumindest kaum bemerken werden?

Da sind wir nun, „HEUTE“, im Monat September 2009. Danis „krabbelt“ mit dreieinhalb Jahren MIT VOLLEM TEMPO. Anfangs, vor zwei Monaten, waren die Bewegungen bei den ersten „Probeversuchen“ und Bewertung der „damaligen“ Situation unsicher, mit einem schlechteren „Ziehen“ des rechten Fußes, einer schlechteren Koordination, er ist gefallen usw. In diesen Tagen, Mitte September, beginnt er ALLEINE, OHNE IRGENDWELCHE HILFE, IN KORREKTER UND RICHTIGER FORM, in die Küche, zum Tisch zu krabbeln, danach in den Gang, dann in das Zimmer und dann wieder....Professorin, DANKE! Dank auch an das gesamte „Team.“ Sie sind wunderbar! 

ENDE??? Bald, und mit Gottes Hilfe, „sicher vor Schulbeginn“ sagt die Professorin. Wie Sie auch selbst wissen – für alles ist LIEBE notwendig. Dieses Team aus Kosirnikova 14 hat das. Sie weiß es. Sie respektiert Sie. Sie respektiert Ihre Arbeit, Anstrengungen, Ihr Schicksal, Ihr Kind und nur so ist es möglich, Fortschritte zu machen...

PS.: Das ist eine WARME Beichte „sorgsamer Eltern“, inwiefern das „bei diesem Thema“ möglich ist, eine wahre, noch nicht fertige Geschichte über einen AUSSERORDENTLICHEN Fortschritt und „Durchbruch aller Limits.“ Eine Lebenswahrheit darüber, wie Worten wie „UNMÖGLICH“ auch eine andere Definition und Dimension, unter der Führung wahrer Humanisten gegeben werden kann. Unser Dank an alle Leute, die sich ihrem Beruf, der Wissenschaft, Wohltätigkeit, Empathie, Liebe gegenüber „seinem Nächsten“ gewidmet haben und, wenn es Gottes Wille ist, eine erfolgreiche Geschichte mit einem „Happy End“, einem GLÜCKLICHEN ENDE...“In spe“...Wir leben in Hoffnung...

HameK